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Die CDU
Beschäftigt man sich mit der politischen Geschichte Deutschlands, trifft man immer wieder auf eine Partei: Die Christlich Demokratische Union Deutschlands, kurz CDU. Derzeit steht diese Partei unter dem Vorsitz von Angela Merkel, der Bundeskanzlerin. Aktuell gehören etwas mehr als 500.000 Mitglieder zur CDU. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei 56 Jahren. Der Frauenanteil beträgt 25,4 Prozent.
Wissenswertes zur Geschichte
Die Christlich Demokratische Union Deutschlands wurde nicht einheitlich gegründet. Vielmehr fanden sich an verschiedenen Orten Menschen, die in einer Partei ihr politisches Leitbild verwirklichen wollten. Hauptsächlich waren es ehemalige NS-Verfolgte, Emigrierte und KZ-Häftlinge, die sich zusammenfanden. Die Idee zu einer politischen Vereinigung reifte in diesen bereits während der nationalsozialistischen Diktatur. Nach dem Zusammenbruch derselben war der Weg zur Gründung frei. Von 1945 bis 1949 vollzog sich die Entwicklung der Partei unterschiedlich schnell. Im Jahre 1947 wurde eine Arbeitsgemeinschaft gebildet. Sie sollte die innere Geschlossenheit trotz der ungleichen Entwicklung in den verschiedenen Teilen Deutschlands wahren. Am 11. Mai 1947 erfolgte der Zusammenschluss auf Bundesebene.
Die ersten bedeutenden Schritte für die Entwicklung Deutschlands erfolgten 1949, als die Ära Adenauer begann. Sie dauerte bis 1963 an. Konrad Adenauer war einer der bekanntesten Politiker Deutschlands und prägte das Bild dieses Landes entscheidend mit. Während seiner Amtszeit erlebte Deutschland beispielsweise das Wirtschaftswunder und den Eintritt in die NATO. Einen Dämpfer erhielt die CDU 1961. Adenauer wurde damals eine zu langsame Reaktion auf den Bau der Berliner Mauer vorgeworfen. 1963 trat Adenauer zurück und machte Platz für Ludwig Erhard. Im Jahre 1966 folgte zudem der Bruch mit der FDP, dem langjährigen Kooperationspartner, mit welcher seit 1949 eine fruchtbare Zusammenarbeit bestand. Fortan wurde mit der SPD auf Bundesebene zusammengearbeitet. Allerdings waren die Tage der CDU als stärkste Macht vorerst gezählt. Die Ergebnisse der Bundestagswahl 1969 brachten der Partei eine herbe Niederlage ein und man musste erstmals in die Opposition zu SPD und FDP gehen.
Im Jahre 1983 war die Talfahrt der CDU vorbei. Sie wurde zur Bundestagswahl zusammen mit der CSU stärkste Partei. Seit 1982 war Helmut Kohl Parteivorsitzender. Er war bis zum Jahre 1998 der tonangebende Mann in Deutschland und unter anderem maßgeblich an der Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands beteiligt. Aber auch seine Ära war irgendwann beendet, genauer gesagt zur Bundestagswahl 1998, als die Partei das zweitschlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte erreichte.
2005 war wiederum eine große Stunde der CDU. Es war die Stunde von Angela Merkel, die die erste Bundeskanzlerin Deutschlands wurde und es bis heute geblieben ist. Zurzeit bildet die CDU zusammen mit der FDP eine christlich-liberale Koalition.
Die Ziele der Christlich Demokratischen Union Deutschlands
Seit der Gründung basiert das Programm der Partei auf dem Grundsatz des „christlichen Verständnisses vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott“. Die CDU ist für jeden offen. Allerdings muss dieser Jeder sich bereit erklären, Würde, Freiheit und Gleichheit aller Menschen anzuerkennen. Wirtschaftspolitisch wird die soziale Marktwirtschaft in einem föderalen Rechtsstaat angestrebt. In der Außenpolitik steht die Vertiefung der Beziehungen zu den USA und der Europäischen Einigung ganz oben auf dem Programm. In der Familienpolitik steht die Familie bestehend aus Vater, Mutter und Kind im Vordergrund. Das Bild der Familie soll gewahrt und geschützt werden, gleichzeitig aber ist Platz für andere Gesellschaftsformen.
Screenshot von: cdu.de