Die CSU

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Die CSU

Ebenso wie die CDU hatte die Christlich-Soziale Union in Bayern e. V. ihre Anfänge 1945. Allerdings ging die CSU damals bereits einen Schritt weiter: Sie wurde 1945 offiziell gegründet. In Bayern ist die CSU die stärkste Macht. Aktuell bekleidet Horst Seehofer die Stelle des Parteivorsitzenden. Die Partei hat rund 150.000 Mitglieder. Damit ist sie die drittgrößte Partei Deutschlands. Das Besondere an der CSU ist, dass sie nur in Bayern zu Wahlen antritt. Auf Bundesebene bildet diese Partei gemeinsam mit der CDU eine Bundestagsfraktion. In Bayern besteht seit 2008 zusammen mit der FDP eine Koalition unter dem Vorsitz von Horst Seehofer.

Geschichtliches zur CSU

Ein genaues Datum, wann die Gründung tatsächlich erfolgte, lässt sich schwer feststellen. Am ehesten ist es wohl der 11. Oktober 1945. Damals wurde die Gründung einer Bayerisch Christlich-Sozialen Union formell vollzogen. Am 13. Oktober folgte die Gründung der Christlich-Sozialen Union in Bayern e. V. in Würzburg. Den Parteivorsitz hatte Josef Müller inne. Die CSU lässt sich als eine der erfolgreichsten deutschen Parteien bezeichnen. Das ist angesichts der Tatsache, dass sie nur in Bayern gewählt werden kann, sehr außergewöhnlich. Die Christlich-Soziale Union in Bayern e. V. hat sich immer ihre Selbstständigkeit bewahrt, während sich andere christlich-konservative Parteien im Jahre 1950 zur CDU zusammenschlossen. In den Anfängen ging es hauptsächlich darum, das Grundsatzprogramm in die Tat umzusetzen. Dies gestaltete sich insofern schwierig, da die CSU ebenso wie die Bayernpartei aus der BVP hervorgegangen war. Beide Parteien buhlten um die gleiche Wählerschaft. Zudem gab es innerhalb der Partei Gegensätzlichkeiten bezüglich der Leitsätze. Josef Müller und Karl Scharnagel waren Kern der christlich-liberalen Gruppe, während Fritz Schäffer und Alois Hundhammer zu den Katholisch-Konservativen zählten und ehemalige Mitglieder der BVP waren. Das Problem mit der Bayernpartei löste sich, indem diese 1966 aus dem Landtag ausschied, nachdem sie am Ende der 1950er Jahre in die so genannte „Spielbankaffäre“ verwickelt war. Der Großteil der Mitglieder wechselte in die Christlich-Soziale Union in Bayern e.V.

Welche Rolle spielt die CSU auf Bundesebene?

Obgleich die Partei nur in Bayern direkt gewählt werden kann, sind auf Bundesebene einige Minister aus den Reihen der Christlich-Sozialen Union in Bayern e. V. in Bayern zu finden. Derzeit dürfte Karl-Theodor zu Guttenberg am bekanntesten sein. Er war bis zum 1. März 2011 Verteidigungsminister, trat aber wegen der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit an diesem Tag von seinem Posten zurück. Aktuell ist weiterhin als Bundesminister Hans-Peter Friedrich im Amt. Er ist seines Zeichens Innenminister. Daneben werden die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner und der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Peter Ramsauer von der CSU gestellt. Weitere bekannte Namen aus den Reihen der Christlich-Sozialen Union in Bayern e. V. sind Theo Waigel, der vom 16. November 1988 bis 16. Januar 1999 Parteivorsitzender war, Franz-Josef Strauß, der Vorgänger von Theo Waigel und vom 18. März 1961 bis 3. Oktober 1988 im Amt war, sowie Edmund Stoiber, der den Parteivorsitz vom 16. Januar 1999 bis 29. September 2007 wahrnahm. Trotz ihrer regionalen Beschränktheit besitzt die CSU einen großen Einfluss und diesen nicht nur auf Bundesebene, sondern ebenfalls auf europäischer Ebene.
Scrrenshot: csu.de

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