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Die Grünen
Gerade in der Debatte um den Atomausstieg erleben die Grünen derzeit einen wahren Boom. Die Partei, die sich schon immer für die Umwelt einsetzte, ist momentan obenauf. Neben dem Umweltschutz hat sich die Grüne die Frauenpolitik auf die Fahnen geschrieben. Die Grünen sind eine Partei, die es sowohl in der ehemaligen DDR wie in der BRD gab. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde daraus eine einheitliche Partei.
Im Jahre 1993 verschmolz die Grüne mit dem Bündnis 90. Fortan lautete die korrekte Bezeichnung Bündnis 90/Die Grünen. Die Partei hat aktuell ungefähr 57.000 Mitglieder. Mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren ist es eine Partei mit relativ jungen Mitgliedern. Im Vergleich dazu SPD und CDU, deren Durchschnittsalter sich zwischen Mitte bis Ende 50 bewegt. Die Grüne hat außerdem zwei Parteivorsitzende. Das ist zum einen Claudia Roth und zum anderen Cem Özdemir.
Die Besonderheiten der Grünen
Einige der Besonderheiten wurden bereits oben erwähnt, so auch, dass sich diese Partei in beiden Teilen Deutschlands entwickelte. Passend zu den recht jungen Mitgliedern ist ebenfalls die Partei noch recht jung. Ihre Gründung datiert auf das Jahr 1980. Damals wurde in Westdeutschland und in West-Berlin eine Grüne Partei gegründet. Ihre Vorreiter waren die Neue Soziale Bewegung, die Umweltbewegung und die Neuen Linken. 1983 war man bei der Bundestagswahl erfolgreich. Das Gesicht der Grünen war zu der Zeit Joschka Fischer, ein Politiker, der vielen gut in Erinnerung ist. Er revolutionierte den Bundestag und das hauptsächlich durch seine spezielle Mode.
Das Bündnis 90 dagegen hatte seinen Ursprung in der ehemaligen DDR. Es war ein Resultat der Bürgerbewegung in der DDR. In der politisch sehr stürmischen Zeit 1989 taten sich die Initiative Frieden und Menschenrechte, Demokratie Jetzt und Angehörige des Neuen Forums zum Bündnis 90 zusammen. Gemeinsam mit den Grünen zog man als Parlamentsgruppe in den Bundestag. Knapp zehn Jahre später, nämlich 1998, war das Bündnis 90/Die Grünen maßgeblich an der Bundesregierung beteiligt. Diese Phase hielt bis 2005 an. Anschließend wurde man wieder Oppositionspartei, was man bis heute geblieben ist. Eine starke Beteiligung der Grünen an der Regierung ist auf Landesebene zu verzeichnen. Im Saarland, in Bremen, in Rheinland-Pfalz, in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg gibt es rot-grüne bzw. grün-rote Landesregierungen. Weiterhin wurde Winfried Kretschmann am 12. Mai 2011 als Ministerpräsident gewählt. Er ist damit der erste Grünen-Politiker, der ein solches Amt bekleidet.
Die Ideologie der Grünen
Die Grüne hat vier Grundwerte als ihre Ideologie bestimmt: Es sind Demokratie, Gerechtigkeit, Ökologie und Selbstbestimmung. In einem früheren Grundsatzprogramm gehörten Werte wie Gewaltfreiheit und Gleichstellung von Mann und Frau dazu. Diese sind als genannte Werte verschwunden, existieren allerdings in dem Sinne weiter, dass sie sich aus den Grundwerten ableiten lassen. In Sachen Umweltpolitik ist die Grüne vollumfänglich auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Das erkennt man zudem unschwer am Slogan der Partei – Jetzt. Für morgen. – und am Namen des derzeitigen Grundsatzprogramms – Die Zukunft ist grün. Ein gutes Beispiel für den hohen Stellenwert des Umweltschutzes bei den Grünen ist die Forderung nach der Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz. Zudem soll nach Willen der Grünen ein Umweltschutzgesetzbuch geschaffen werden.
Screenshot: gruene.de