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Die FDP
Die FDP ist eine der vielen Parteien, die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurden. Nachdem sich die Lage wieder beruhigt hatte und die Menschen wieder so etwas wie einen Alltag hatten, galt es nun, die politischen Vorstellungen der Menschen in eine geordnete Bahn zu bringen. Schließlich ist die Politik ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg eines Volkes. Die FDP wurde von ehemaligen Mitgliedern der DVP und DDP gegründet. Derzeit zählt die Partei etwa 66.000 Mitglieder. Das Durchschnittsalter liegt bei 51 Jahren. Der Frauenanteil beträgt 22,55 Prozent. Erst kürzlich fand der Wechsel an der Spitze der FDP statt. Bis zum 12. Mai 2011 war der Parteivorsitzende Guido Westerwelle, an diesem Tag wurde er von Philipp Rösler abgelöst. Rösler ist weiterhin Bundesminister für Wirtschaft und Technologie.
Die Geschichte der liberalen Parteien Deutschlands
Die FDP gehört zu den liberalen Parteien in Deutschland. Sie alle haben ihren Ursprung in der liberalen Bewegung, die am Anfang des 19. Jahrhunderts begann. Die liberale Bewegung setzte sich für die Rechte der unteren Schichten und der Einigung ein. Zu den Liberalen zählten sich hauptsächlich Studenten und Intellektuelle. 1861 gründete sich die erste Partei mit liberalen Grundsätzen. Es war die Deutsche Fortschrittspartei. Sie hatte als erste ein Parteiprogramm und verfolgte klare politische Ziele. Auch die Nationalliberale Partei, die Deutsche Volkspartei und die Fortschrittliche Volkspartei waren liberale Parteien und somit Vorläufer der FDP. Unmittelbar nach dem Krieg entwickelten sich die liberalen Parteien in den Besatzungszonen unterschiedlich. Die Gründung der Freien Demokratischen Partei vollzog sich am 11./12. Dezember 1948, als sich die 13 liberalen Landesverbände aus den westlichen Besatzungszonen zusammenschlossen. Gründungsort war Heppenheim an der Bergstraße. Theodor Heuss wurde der erste Parteivorsitzende.
Großes Mitspracherecht bei der Gestaltung des Grundgesetzes
1948/49 war die Geburtsstunde des Grundgesetzes, an dessen Entstehung die FDP einen großen Anteil hatte. Obgleich die Wahlergebnisse nicht vermuten ließen, dass diese Partei hier großartig zum Zuge kommen würde, setzte sie sich doch für einige Rechte ein. So fanden die persönlichen Freiheitsrechte, die Marktwirtschaft und das parlamentarische System dank der FDP ausreichend Beachtung im Grundgesetz. Außerdem vermittelte die Freie Demokratische Partei häufig zwischen CDU und SPD und erreichte damit die Umsetzung vieler Programmpunkte, die im Interesse der FDP lagen. Nicht vergessen darf man, dass diese Partei bereits seit 42 Jahren an der Bundesregierung beteiligt ist. Das ist ein sehr beachtenswertes Ergebnis.
Aktuelles zur Partei
Auch im aktuellen Kabinett Merkel II ist die FDP stark vertreten. Neben dem Parteivorsitzenden Rösler sind drei weitere FDP-Politiker im Kabinett zugange. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist Bundesministerin der Justiz, Dirk Niebel ist Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Daniel Bahr ist Bundesminister für Gesundheit. Weitere bekannte Namen aus den Reihen der Freien Demokratischen Partei sind Hans-Dietrich Genscher, Otto Graf Lambsdorff, Klaus Kinkel und Rainer Brüderle. Die Rolle der FDP darf man nicht unterschätzen. Sie ist die Partei mit der längsten Regierungsverantwortung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Aus den Reihen dieser Partei stammten bisher acht Vizekanzler und vier Außenminister. Hinzu kommen mit Walter Scheel und Theodor Heuss zwei Bundespräsidenten. Auch die Posten der Bundesminister der Justiz und der Wirtschaft sind meist fest in der Hand der Freien Demokratischen Partei.
Screenshot stammt von: fdp.de