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Die Linke
Die Partei Die Linke ist eine überaus junge Partei. Sie entstand 2007 aus dem Zusammenschluss der WASG und der Linkspartei.PDS. Die Grundsätze der Linken sind eindeutig. Man strebt weg vom Kapitalismus hin zum demokratischen Sozialismus. Das ist eine Ideologie, welche man mit allen Mitteln verfolgt. Daher wird Die Linke stellenweise als extremistisch bezeichnet. In den neuen Bundesländern trägt sie außerdem die Bezeichnung Volkspartei. Hier erzielt sie die höchsten Wahlergebnisse, was ebenfalls dazu führt, dass die Linken Führungspositionen auf regionaler Ebene innehaben. Weiterhin sind die Linken im Bundestag die viertstärkste Fraktion von insgesamt fünf.
Die Geschichte der Linken
Im Grunde genommen ist Die Linke als Partei noch nicht lange vorhanden. Ihre Vorgänger allerdings haben bereits eine mehr als langwährende und vor allen Dingen aufreibende Geschichte. Die Partei ist aus der SED, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, hervorgegangen, die jahrzehntelang in der ehemaligen DDR tonangebend war. Diese wiederum ist ein Zusammenschluss von KPD und SPD in der sowjetischen Besatzungszone. Die SED war von 1949 bis 1989 in der ehemaligen DDR die regierende Partei. In den Wirren der Wendezeit trug die Partei zunächst den Namen SED-PDS, danach war es Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) und ab 2005 schließlich Linkspartei.PDS. Dies erst einmal zur Geschichte der Linkspartei.PDS.
Die zweite Hälfte, die maßgeblich an der Entstehung der Linken beteiligt war, ist die WASG. Die Abkürzung WASG steht für wahlalternative Wahl und soziale Gerechtigkeit. Sie hat ihren Ursprung 2004. Diese Partei war ein Protest gegen die Agenda 2010, die unter Gerhard Schröder vorgestellt wurde. Bis es zur Gründung das WASG kam, schlossen sich in verschiedenen Teilen Deutschlands Gruppen zusammen, die sich gegen die Agenda 2010 wehren wollten. Im Juli 2004 trafen sich Vertreter dieser Gruppen und gründeten die WASG. Der Zusammenschluss der WASG mit der Linken wurde von Oskar Lafontaine angestoßen. Er sympathisierte nach seinem Austritt aus der SPD 1999 mit der WASG und sprach im Zuge der vorgezogenen Bundestagswahl von einem Bündnis zwischen WASG und der Linkspartei.PDS. Das Wahlergebnis dieses Bündnisses lag bei 8,7 Prozent. Es wurden 54 Sitze im Bundestag erreicht.
Die Linke heute
Die Linke sieht sich häufig in der Kritik andere Parteien und Beobachtern der Politik. Ein schwerer Vorwurf ist beispielsweise, dass nach wie vor ehemalige Mitarbeiter der Stasi (Ministerium für Staatssicherheit der DDR) in höheren Ämtern geduldet werden. Auf Kommunal- und Bundesebene ist es keine Seltenheit, dass derartige Parteimitglieder im Parlament sitzen. Gregor Gysi ist einer der bekanntesten Politiker, der sich mit solchen Vorwürfen herumschlagen muss. Der Umgang mit der Geschichte der Linkspartei.PDS ist eine große Herausforderung für Die Linke. Derzeit hält die Partei 76 Sitze im Bundestag. Der Wahlerfolg ist hauptsächlich in den neuen Bundesländern zu suchen. So betrug das Ergebnis 11,9 Prozent der Zweitstimmen. Dazu kamen 16 Direktmandate. Sie stammen aus Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. In manchen Bundesländern war Die Linke sogar Sieger vor CDU und SPD. In den Länderparlamenten ist die Präsenz der Linken noch stärker. In 13 Landtagen ist die Partei vertreten. Im Saarland wurde bei der letzten Wahl gar ein zweistelliges Ergebnis erzielt. Das ist ein sehr großer Erfolg.
Screenshot: linksfraktion.de